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FAQ

Häufige Fragen

Was sind Baptisten?

Baptisten sind – weltweit gesehen – die größte evangelische Kirche. Besonders stark verbreitet sind sie in den USA und in Russland, aber auch in Teilen Afrikas und Asiens. Der Name ist vom griechischen Wort „baptizein“, auf deutsch „taufen“ abgeleitet.

In Deutschland gehören die Baptisten zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Dieser Bund zählt rund 88.000 Mitglieder in 930 Gemeinden und Zweiggemeinden. Neben den Baptisten gehören auch Brüdergemeinden zum Bund. Die Brüdergemeinden haben sich in der Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden (AGB) eine eigene Organisationsstruktur geschaffen.

Wie andere Freikirchen auch legen die Baptisten Wert auf eine bewusste und mündige Glaubensentscheidung als Grundlage für eine Gemeindemitgliedschaft.

Was bedeutet Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde?

Unter dem Namen „Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden“ sind in Deutschland seit 1942 die Baptistengemeinden und die Brüdergemeinden zusammengeschlossen. Ursprünglich gehörten auch sogenannte Elim-Gemeinden zu diesem Verband.

Der Name will deutlich machen: Baptisten sind evangelisch, weil sie das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus Christus und der Liebe Gottes, allen Menschen in Wort und Tat weitergeben wollen.

Baptisten sind eine Freikirche, weil sie für die freie und persönliche Glaubensentscheidung des Einzelnen eintreten und weil sie gegenüber dem Staat und anderen Institutionen unabhängig sind. Sie erheben keine Kirchensteuern und finanzieren ihre Arbeit durch freiwillige Spenden und Mitgliederbeiträge. Vorbild für ihr Handeln ist Jesus Christus selbst. Es gehört zu ihren Glaubensüberzeugungen, dass sie als Jünger_innen Jesu einander brauchen.

Warum taufen Baptisten keine Säuglinge?

Für Baptisten hat der Glaube immer mit einer bewussten Lebensentscheidung zu tun, bei der kein Mensch einen anderen vertreten kann. Eltern und eine Gemeinde können Kinder – auch ihren Glauben – fördern und begleiten, aber in dieser Frage nicht stellvertretend für sie entscheiden.

Die Glaubensentscheidung sehen Baptisten als Voraussetzung für die Taufe an. Im Neuen Testament (Matthäus 16, 15) heißt es: „Wer da glaubt und getauft wird…“
Daraus leiten sie ab, dass niemand ohne persönlichen Glauben getauft werden sollte. In der Praxis ist darum die Taufe immer auch mit einem öffentlich abgelegten Glaubensbekenntnis des Täuflings verbunden.

Dass Glaube auch eine Einladung und ein Geschenk Gottes ist, wird durch dieses Taufverständnis nicht in Frage gestellt. Vielmehr werden Bekenntnis und Taufe als Antwort des Menschen auf die Anrede Gottes verstanden. Außerdem wird erwartet, dass Gott im Zusammenhang der Taufe die Kraft und Gaben des Heiligen Geistes verleiht.

Es ist in Baptistengemeinden üblich, dass Säuglinge – oft gemeinsam mit ihrer Familie – in einem Gottesdienst gesegnet werden.

Wie sind die Baptisten organisiert?

Jede Gemeinde ist für ihre Belange zuständig und organisiert ihre Anliegen selbständig. In der Gemeinde ist die Versammlung der Mitglieder (Gemeindestunde) das höchste Entscheidungsgremium. Hier werden Grundsatzentscheidungen (Finanzen, Personal, Ziele u.a.) getroffen. Eine gewählte Gemeindeleitung (manchmal auch Vorstand, Älteste und Diakone, Leitungskreis o.ä. genannt) führt die operativen Aufgaben aus.

Die Gemeinden sind in regionalen Verbänden (Vereinigungen) zusammengeschlossen. Über die Struktur des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden gibt der entsprechende Menüpunkt in diesem Internetauftritt Auskunft.

Worin unterschieden sich Baptisten von anderen Kirchen?

Baptisten unterscheiden sich vor allem in Taufe, Gemeindeleben und Organisation:

Taufe: Bei Baptisten wird nur getauft, wer sich bewusst für den Glauben an Jesus Christus entschieden hat. Die Taufe erfolgt also nicht im Säuglingsalter, sondern nach persönlicher Glaubensentscheidung und meist durch Untertauchen.

Gemeinde: Jede Baptistengemeinde ist weitgehend selbstständig. Entscheidungen werden gemeinsam von den Mitgliedern getroffen, nicht von einer übergeordneten Kirchenleitung. Alle getauften Mitglieder haben Mitverantwortung im Gemeindeleben.

Finanzierung: Baptisten finanzieren ihre Arbeit durch freiwillige Beiträge der Mitglieder, nicht durch Kirchensteuer.

Ökumene: Trotz dieser Unterschiede arbeiten Baptisten mit anderen Kirchen zusammen, z. B. in gemeinsamen Projekten oder ökumenischen Initiativen.

Was bedeutet die „Kirchengemeinschaft auf dem Weg“ zwischen BEFG und VELKD?

Im Jahr 2023 haben der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) nach sechs Jahren intensiver theologischer Gespräche ein gemeinsames Abschlussdokument mit dem Titel „Kirchengemeinschaft auf dem Weg“ vorgelegt. Dieses Dokument wurde vom Bundesrat des BEFG im Mai 2024 mit großer Mehrheit angenommen und bildet eine neue Grundlage für das ökumenische Miteinander beider Kirchen.

Der BEFG betont dabei, dass es nicht um eine kirchliche Vereinigung oder Fusion geht, sondern um ein geordnetes, bewusstes ökumenisches Miteinander, das theologische Gemeinsamkeiten stärkt und zugleich konfessionelle Unterschiede respektiert. Besonders hervorgehoben wird, dass trotz fortbestehender Unterschiede – vor allem im Verständnis und in der Praxis der Taufe – eine kirchliche Gemeinschaft möglich ist, ohne dass beide Seiten ihre je eigene Tradition aufgeben.

Wichtig ist dabei die theologische Neubewertung der Taufe: Die Taufe wird als Teil eines zusammenhängenden Weges zum Christsein verstanden, in dem unterschiedliche Traditionen (z. B. die gläubigentaufliche Praxis der Baptisten und die lutherische Kindertaufe) je in ihrem Kontext legitime Wege zeigen, wie Menschen mit Gott in Beziehung treten können. Weil dieser „Weg zum Christsein“ als gesamter Prozess angesehen wird, müssen Differenzen in der Taufpraxis nicht kirchentrennend wirken, sondern können als Ausdruck voneinander unterschiedlicher, aber im Glauben verwurzelter Wege verstanden werden.

Nach BEFG-Verständnis legt das Dokument eine ökumenische Basis, auf der beide Kirchen gemeinsam das Evangelium bezeugen, Gottesdienste feiern, diakonisch zusammenarbeiten und sich gegenseitig anerkennen können, ohne zentrale Überzeugungen preiszugeben.

Quelle: Kirchengemeinschaft auf dem Weg

Welche Verbindungen gibt es zu anderen Kirchen?

Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) pflegt intensive Kontakte zu anderen Kirchen und Christen. Er arbeitet mit anderen Kirchen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zusammen, zu deren Gründungsmitgliedern er gehört. Enge Kontakte gibt es im evangelischen Bereich auch zur evangelischen Landeskirche (EKD) und ihren Gliedkirchen.

Die älteste zwischenkirchliche Verbindung in Deutschland ist die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), die die Baptisten gemeinsam mit den Methodisten und dem Bund Freier evangelischer Gemeinden 1926 gründeten.

Viele Mitglieder des BEFG arbeiten im Rahmen der Deutschen Evangelischen Allianz mit Christen aus anderen evangelischen Kirchen und in gemeinsamen Aktionen und Projekten wie „ProChrist“ und dem „Jahr der Bibel“ zusammen.

Wie kann ich Christ werden?

Eine sehr persönliche Frage, auf die am besten auch persönlich, das heißt in einem Gespräch, zu antworten ist.

Hier soll kurz zusammengefasst werden: Nach biblischem Verständnis gehört zur Liebeserklärung Gottes an alle Menschen eine bewusste Antwort. Da Jesus Christus nicht nur die großartige Liebe Gottes gezeigt hat, sondern sie auch durch die Hingabe seines Lebens am Kreuz bekräftigt hat, erscheint die einzig angemessene Antwort auf diese Liebe, das eigene Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Diese Hingabe an Gott ist ein lebenslanger Prozess, der aber durch eine bewusste Glaubensentscheidung beginnen kann. Ein kleiner Schritt, ein einfaches Gebet, das aber Auswirkungen auf das weitere Leben hat!

Das Gebet könnte etwa so lauten: Herr Jesus Christus, ich habe von deiner Liebe zu allen Menschen gehört. Ich will sie gern für mich persönlich annehmen. Ich vertraue mein Leben dir an. Ich bitte dich um Vergebung meiner Schuld. Lass mich in der Kraft des Heiligen Geistes leben und dir und anderen Menschen dienen.

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